Sonntag, 6. Januar 2019

Vorsätze? Nein, danke. Aber der Wunsch nach mehr Leichtigkeit

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Derzeit liest und hört man überall von guten Vorsätzen für das neue Jahr, beispielsweise mehr auf sich acht geben, gesünder und nachhaltiger leben, mehr Wasser trinken, mehr und regelmäßig Sport treiben, weniger Kleidung kaufen, mehr Zeit für Familie und Freunden haben, regelmäßig ausmisten und sich von Dingen trennen, die man schon lange nicht benutzt hat. Und so weiter. Passiert das Leben aber nicht genau dann und macht, was es will, wenn wir uns Gedanken um gute Vorsätze machen und wie wir sie einhalten können?

binedoro Blog: Lettering, Handlettering, Aquarell, Leichtigkeit, DIY, The Letter Lovers

Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass mich solche Vorsätze eher ausbremsen und unter Druck setzen, als dass sie mich mit Power durchs Jahr und weiterbringen. Daher habe ich "nur" einen Wunsch (der auch nicht Jahreswechsel-abhängig ist) und zwar den nach mehr Leichtigkeit. 

Unbeschwerter in den Tag starten, gelassener sein. Weniger Sorgen machen, weil vieles schlimmer sein könnte. Mir selbst weniger Druck machen und weniger verbissen sein, allen um mich herum und mir selbst immer gerecht zu werden. Mehr genießen und zu schätzen wissen. Spontan sein und Spaß haben. Mehr Kreativität ohne Perfektionismus. Glücklich sein. Das alles bedingt Leichtigkeit oder entsteht durch Leichtigkeit.

So wie mit Vorsätzen verhält es sich bei mir auch mit Challenges. Es gibt immer welche, aber gerade zum Jahresbeginn sprießen sie überall aus dem Boden. Challenges, bei denen es darum geht, Tag für Tag ein Foto zu einem bestimmten Thema zu posten, sind nichts für mich. Zu viel Druck neben einem ausgewogenen Privatleben, meinem Vollzeitjob und diversen Hobbys. Aber kreative Aufgaben, die vor dem Wochenende gestellt werden und für die ich eine Woche Zeit habe, finde ich großartig.

Daher ist das Lettering oben auch mein Beitrag zum ersten Thema von "The Letter Lovers", der deutschsprachigen Lettering-Community. Leichtigkeit ist das Wort, das mich 2019 begleiten soll. Und jeden Freitag gibt es eine neue Aufgabe, in der man sich kreativ austoben kann. 

Und wie ist das bei euch: Seid ihr Team "gute Vorsätze" oder eher Team "Vorsätze – och nö"?

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Mit dem Motorboot nach Amsterdam und zurück

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binedoro Blog, Motorboot, Wassersport, Yacht, Boot fahren, Logbuch, DIY, Lettering

Geschafft! Das selbst gestaltete Logbuch zu unserer Tour mit dem Motorboot von Düsseldorf nach Amsterdam und zurück ist endlich fertig. Schließlich war die Reise bereits im September. Aber gut Ding will eben Weile haben und immerhin bin ich meinem Wunsch nachgekommen, das Logbuch samt ausführlichem Bericht noch in diesem Jahr fertiggestellt zu haben. Denn der nächste Urlaub kommt bestimmt. Von unserer Motorbootstour durch NRW im Juli hatte ich euch ja schon berichtet. 

Aber Achtung, dieser Bericht ist seeehr lang geworden. Da müsst ihr jetzt durch oder ihr wartet bis zum nächsten DIY-Projekt. 

Für alle Kreativen und Lettering-Fans: Ich habe mich ein wenig ausgetobt und einige verschiedene Schriftstile ausprobiert und kombiniert. Zum Einsatz kam ein Skizzenbuch mit Spiralbindung, dessen Papier mir aber letztlich zu dünn und dadurch die Opazität etwas zu gering ist. Schön ist es aber trotzdem geworden.

Für alle Bootfahrer: Keine Garantie auf Vollständigkeit, einen Einblick in unsere Reise und welche Route wir zurückgelegt haben, bekommt ihr dennoch.

Mit vollem Tank von 150 Litern und zusätzlich 60 Litern Super in Kanistern ging es also los mit dem Drago 22: neun Tage von Düsseldorf nach Amsterdam und zurück. Guter Dinge, dass uns die nicht ganz so schönen Wetterprognosen nichts ausmachen und uns der zu dieser Zeit schon recht niedrige Wasserstand vor allem im Rhein nichts anhaben kann. Am Ende wurden wir eines besseren belehrt, aber dazu später mehr.

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Tag 1
Düsseldorf {Rhein km 746} – De Bijland {Rhein km 864}
16.40 – 19.30 Uhr 
118 km
Bis 15.30 Uhr noch gearbeitet, starteten wir um 16.40 Uhr im Heimathafen DYC, Düsseldorfer Yachtclub. Bei viel Wind und mittelmäßigen Wellen fuhren wir den Rhein zu Tal, vorbei an Rees und Emmerich in Richtung Holland. Die tiefstehende Sonne und viele Frachter machten den Rhein an diesem Tag zusätzlich zu einer Herausforderung. 

Den Yachthafen "De Bijland" kannten wir schon von unserer Sommer-Bootstour und sollte unser erstes Etappenziel sein, weil es uns dort so gut gefällt. Bis dahin sind es zwar schon 118 km, aber der Hafen hat in der Einfahrt eine Bootstankstelle, von der wir vor der Weiterfahrt auch gleich Gebrauch machten (96 Liter, 177 Euro).

Bei selbstgemachten Hot Dogs ließen wir den Tag ausklingen und waren schon mitten im Urlaubsmodus angekommen. Das Kochen an Bord klappt Dank eines Elektrogrills, einer mobilen Kochplatte und eines groben Speisenplans (inkl. vorherigem Einkauf) echt ganz gut. Und zu zweit ist man ja dann noch recht flexibel. 

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Tag 2
De Bijland {Rhein km 864} – WV de Gouwe/Boskoop {Gouwe km 19,6}
10.45 – 19.30 Uhr
153 km
Der Tag mit den meist gefahrenen Kilometern unserer Tour, denn wir legten satte 153 km zurück. Der Grund: In Dordrecht waren alle drei Häfen geschlossen, sodass wir uns spontan auf die Suche nach einem anderen schönen Hafen und Liegeplatz für die Nacht machen mussten. 
Unsere Route: Vom Rhein ging es weiter zu Berg in die Waal, dann in den Beneden Merwede und bei Dordrecht (km 976, mit einem Abstecher in die Oude Maas) in die Noord. Dort legten wir in Alblasserdam am Wartesteiger des WV D'Alblasserwaerdt einen Zwischenstopp ein und gönnten uns bei strömendem Regen Frikandeln Spezial und Pommes. Bis hier hin hatten wir bereits 118 km zurückgelegt und wollten tanken, aber dass es hier eine Bootstankstelle geben sollte, erwies sich leider als Fehlinformation. Also tankten wir sicherheitshalber mal einen 20-Liter-Kanister nach. Der Drago mit seinem 250-PS-Außenborder ist nämlich ein kleiner Schluckspecht.

Hinter Noord km 984 fuhren wir die Nieuwe Maas ein Stück zu Berg, bei km 994 dann  Steuerbord in die Hollandse IJssel. Da wir ja schon Schleusen-erprobt sind, passierten wir problemlos an Backbord die Juliana Schleuse im Voorhaven Gouda und folgten dem Kanal Gouwe. Ein paar Kilometer weiter zu Berg – es wurde schon langsam dunkel und der Magen knurrte – erreichten wir  auf Höhe Boskoop endlich die Einfahrt zum Hafen WV de Gouwe. Yeah! ... Ups, zu früh gefreut, denn wir waren zu spät dran und die Öffnunsgzeiten der Brücke vor dem Hafen waren schon vorbei. Grrrr ... Was lernen wir daraus? Vorher informieren und einplanen. Also legten wir am freien Wartesteiger an und machten noch einen kleinen Spaziergang zum schönen Hafen – Bewegung und Beine vertreten nach einem langen Tag auf dem Boot.

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Tag 3
WV de Gouwe {Gouwe km 19,6} – Yachthafen Stenhuis {Westeinderplassen}
10.30 – 14.15 Uhr
21 km
Da die nächste Bootstankstelle noch einige Kilometer entfernt war, fütterten wir den Bootstank mit einem weiteren 20-Liter-Kanister – ein Hoch auf genügend Stauraum und Benzinkanister an Bord. Bei Sonnenschein legten wir ab und fuhren den Gouwe weiter zu Berg. Auf Höhe Alphen an den Rijn folgten wir dem Oude Rijn zu Tal, danach dem Heimanswetering/Woudwetering und in den Paddegat. Und dann endlich der ersehnte Zwischenstopp: die Bunkerstation van Leersum. Der Drago freute sich über 133 Liter Benzin und wir vermerkten die Ausgabe von 246 Euro. Puh! Bei mäßigem Wind durchquerten wir das Braassemermeer, hielten uns Backbord und folgtem dem Oude Wetering bis zum Ende. Dort geht es Steuerbord in Richtung Westeinderplassen. So eine schöne Strecke und so viel am Ufer zu sehen. Zum Beispiel eine Luxusyacht mit ca. 70 Metern Länge, die noch in Fertigstellung war – daneben fühlt man sich dann doch etwas klein.

Den Yachthafen Stenhuis erreichten wir nach einer für uns kurzen Etappe von hübschen 21 km am frühen Nachmittag. Ein toller Hafen: total gepflegt, nette Hafenmeisterin, eine interessante Werft und von unserem Liegeplatz aus hatten wir einen super Blick über Westeinderplassen. Sehr zu empfehlen! Auf der anderen Uferseite gibt es ein kleines Kaufhaus, das man mit einer Mini-Fähre erreicht, und auch sonst lohnt sich ein Spaziergang in der näheren Umgebung. Wir haben den Werftmitarbeitern bei der Arbeit zugesehen und den Rest des Tages ausgespannt. Herrlich!

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Tag 4 (und 5)
Yachthafen Stenhuis {Westeinderplassen} – Sixhaven Amsterdam {IJ}
10.45 – 14.00 Uhr
22 km
Nach einem ausgiebigen Luxus-Frühstück mit Rührei an Bord legten wir ab für eine weitere kurze Etappe von 22 km, aber dafür mit dem Ziel Amsterdam. Vom Yachthafen Stenhuis folgten wir dem Kanal, der Nordholland von Südholland trennt, bis zum Nieuwe Meer. Das wird durchquert und am Ende an der Schinkelbrug die Nieuwe Meer Schleuse passiert. Danach folgten wir den Kanälen Schinkel, Kostverlorenvaart, Kattensloot und Westerkanaal durch Amsterdam hindurch bis zum Houthaven – vorbei an Häusern mit Bootsgaragen und unter zahlreichen sehr niedrigen Brücken hindurch, die uns so einige Schweißperlen kosteten. Passen wir drunter durch oder nicht? Sagen wir mal so, eine Handbreit Abstand zwischen Verdeck und Brücke ist nicht gerade viel. ;-)
Aus dem Oude Houthaven heraus fuhren wir Steuerbord, denn auf der gegenüberliegenden Seite der Centraal Station, also Hauptbahnhof, befindet sich der Sixhaven Amsterdam. Aber Achtung: Auf dem Gewässer IJ ist jede Menge los, zudem fahren die Fähren kreuz und quer von einem Ufer zum anderen. Wir hatten etwas Mühe die Hafeneinfahrt zu sehen. 


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Im Hafen angekommen, fanden wir einen klasse Liegeplatz am Kopfsteg, der uns einen tollen Blick über den ganzen Hafen bescherte. Auch wenn Amsterdam uns mit grau verhangenem Himmel begrüßte. Nachdem wir den Hafen erkundet hatten (komfortable Anlage, sehr gepflegt und wichtig für die Frau an Bord mit extra Geschirrspülstation), machten wir uns auf den Weg zur Personenfähre – das ist ein Stückchen zu Fuß außen um das Hafengelände herum. Vom Anleger "Buiksloterweg" fuhren wir hinüber zum Anleger "Centraal Station", von da aus ließen wir uns für einen Stadtbummel treiben und kauften noch ein paar frische Lebensmittel für Chili con carne am Abend ein. Ich muss unbedingt noch ein paar mehr "1-Pott-Gerichte" in petto haben. 

Tag 5 verbrachten wir ebenfalls in Amsterdam, blieben also zwei Nächte, obwohl das Wetter es nicht so gut mit uns meinte. Alles war grau und es regnete immer wieder, wir machten uns aber trotzdem am Vormittag ein weiteres Mal auf in die Stadt. Ansonsten war ausruhen angesagt, Schiffe und Leute beobachten – ohne das wäre uns vermutlich auch der lustige Hafenmeister entgangen, der optisch eher einem Schaffner glich, und das riesige Kreuzfahrtschiff "Silver Sea", das kurzzeitig die Sicht auf die andere Uferseite versperrte.

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Tag 6
Sixhaven Amsterdam {IJ} – WSV De Buitenhaven Kampen {IJssel km 996}
9.45 – 16.45 Uhr
107 km
Die Nacht war verregnet, der Vormittag ebenso, daher legten wir zeitig in Amsterdam ab. Vielleicht sollten wir uns Amsterdam noch einmal bei schönerem Wetter anschauen, denn irgendwie hat uns die Stadt selbst nicht so überzeugt, auch wenn der Sixhaven echt toll ist. Mit Kampen als Tagesziel folgten wir dem IJ in Richtung IJmeer, passierten die Oranjesluizen (die linke Kammer ist für Sportboote ausgelegt, schleusen bei Regen macht jetzt aber nicht ganz so viel Spaß), fuhren durch den Buiten-IJ (Außen-IJ) ins IJmeer. Und das hatte es in sich, denn aufgrund von Regen, Wind und Wellen hatten wir Mühe die Betonnung zu sehen. Und auf die sollte man unbedingt achten, sonst hat man schnell nicht mehr viel Wasser unterm Kiel. 

Den roten Tonnen an Steuerbord folgend passierten wir also die künstliche Insel Fort Pampus, fuhren Richtung Almeerderzand und bis zur Hollandse Brug. Anschließend durchquerten wir die Binnenseen Gooimeer, Eemmeer und Nijkerkernauw, samt Mini-Schleuse "Nijkerkersluis". Weiter geht es durch die Veluwerandmeere Nuldernauw, Wolderwijd, Veluwemeer und Drontemeer. Mitten auf dem Wolderwijd habe ich mal schnell – trotz prasselndem Regen und kaum Sicht – mit dem Laptop die Teilnahme am Nähcamp im DJH Resort in Neuharlingersiel für 2019 gebucht (mobilem W-Lan sei Dank) und kurz vor Elburg wurde ein weiteres Mal getankt (linke Uferseite des Veluwemeers, JH Riviera Beach, 87 Liter, 157 Euro). Durch die Roggebotsluis geht es ins Vossemeer, weiter ins Ketelmeer und in den Keteldiep. Hier mündet die Gelderse IJssel. 


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Nach 107 gefahrenen Kilometern kamen wir in Kampen an und fanden einen super Liegeplatz im Passantenhaven vom WSV De Buitenhaven (IJssel km 996). Abends hatte sich der Regen dann endlich verzogen und Kampen zeigte uns einen wunderschönen Sonnenuntergang. Was für eine aufregende Fahrt an diesem Tag!  

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Tag 7
WSV De Buitenhaven Kampen {IJssel km 996} – Jachthaven 't Eiland {IJssel km 896,6}
13.30 – 17.30 Uhr
102 km
Als wir morgens quasi von der Sonne geweckt wurden, mussten wir einfach noch einen gemütlichen Bummel durch das nette Städtchen Kampen machen. Daher kamen wir auch erst mittags dort los, aber wir hatten ja schließlich Urlaub und schon einen guten Teil unseres Rückwegs hinter uns gebracht.
Ein Ziel hatten wir an diesem Tag nicht. Also fuhren wir die Gelderse IJssel weiter zu Berg, vorbei an einigen Seilfähren auf diesem Streckenabschnitt, und steuerten gegen 16.30 Uhr dann das Gebiet Rhederlaag an. In den Binnenseen Valeplas und Gieseplas sollten wir dann zum ersten Mal während unserer Tour Probleme mit dem Niedrigwasser bekommen und hatten mit Wasserpflanzen zu kämpfen. In den ersten Hafen kamen wir schon gar nicht hinein, im Jachthaven 't Eiland hat die Einfahrt aber dann so eben geklappt. Auf dem Weg zum Hafenmeisterbüro sahen wir dann auch hier die Ausmaße des niedrigen Wasserstands: Die Steganlage war zur Seite gekippt, hing halb in der Luft und war teilweise abgesperrt. Unabhängig davon hat uns der Hafen in Sachen Sauberkeit nicht so richtig überzeugt.

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Tag 8
Jachthaven 't Eiland {IJssel km 896,6} – Marina Duisburg {Rhein km 776,6}
12.15 – 16.30 Uhr
121 km
Unser Ziel: der Innenhafen Duisburg. Und das Wetter meinte es gut mit uns. Erst einmal tankten wir aber 40 Liter mit Kanistern nach und machten uns dann auf den Weg über die IJssel, den Pannerdenskanaal und den Rhein. Relativ unspektakuläre Fahrt, denn im Vergleich zum Hinweg gab es hier weniger zu sehen. Ein weiteres kleines Abenteuer sollte aber noch kommen, denn der Rheinpegel war noch weiter gesunken. Das wurde deutlich, als wir im Bijland-Plas bei der Ein- und Ausfahrt zur Bootstankstelle (89 Liter, 165 Euro) im Schleichtempo und mit hochgetrimmtem Motor gerade mal noch so 15 cm Wasser unterm Boot hatten. Dennis erfuhr dann beim Bezahlen, dass wir an diesem Tag die ersten und wahrscheinlich auch die letzten Kunden waren.

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In der Marina Duisburg war wie schon im Sommer so gut wie nichts los und wir legten wieder am gleichen Steg an. Nebenan lag auch nach wie vor der Segler von Tom – von ihm und Bulldogge George war aber nichts zu sehen. Abends kamen uns Freunde besuchen – die sind für lustige Abende auf dem Boot immer zu haben und kennen den Innenhafen in Duisburg sowieso schon. Heimspiel sozusagen.

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Tag 9
Marina Duisburg {Rhein km 776,6} – Düsseldorfer {Rhein km 746}
31 km
Die letzte kurze Etappe bis zum Heimathafen versetzte uns dann noch einen großen Schrecken. Denn mitten auf dem Rhein setzten wir plötzlich auf Grund auf. Vermutlich eine Sandbank innerhalb der Fahrrinne, die durch das Niedrigwasser jetzt gefährlich wurde. Durch schnelles Hochtrimmen des Motors konnte Dennis Schlimmeres verhindern. Die Propellerblätter hatten "nur" eine Delle und wurden anschließend instandgesetzt (Reparaturkosten: 160 Euro).  So einen Schrecken braucht man aber nicht mehr auf den letzten Kilometern – klar, oder?

Was bei unserer Reise im Sommer bei bestem Wetter die vielen Schleusen in NRW waren, die uns gefordert hatten (ich hatte den Sportbootführerschein ja gerade frisch in der Tasche), waren diesmal schlechtes Wetter und verminderte Sicht sowie Niedrigwasser die Herausforderungen. Aber wir haben sie gemeistert und das fühlt sich gut an.

Und jetzt freuen wir uns schon auf die Saison 2019 und wünschen euch ein tolles neues Jahr – mit viel Kreativität oder mit Motorboot oder mit beidem. Lasst es euch gut gehen!

Freitag, 7. Dezember 2018

Nähen ⎟ Eine gekürzte "Frau Ava" und meine Check-Liste für die Teilnahme an einem Nähcamp

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binedoro Blog, nähen, Frau Ava, Mantel, Nähcamp 

Obwohl ich damals beim Probenähen des Mantels "Frau Ava" von "Hedi näht" total begeistert vom Schnitt war, ist es bei dem einen Exemplar geblieben. Warum? Ich vermute, weil mir die eigentliche Länge zu lang war und der Walkstoff nicht mein Material ist. Ich mag Cardigans oder Strickjacken fürs Büro total gern, die lassen sich nämlich super im Zwiebellook tragen. Sie dürfen aber nicht zu lang sein, denn dann habe ich ein Jackenproblem für oben drüber, wenn ihr versteht, was ich meine. 

Das Nähcamp in Neuharlingersiel (siehe unsere Probenäh-Team-Fotos von und mit Frau Luise) war also die Gelegenheit mir endlich eine neue, gekürzte Frau Ava zu nähen. Es sind sogar zwei geworden – Nr. 2 zeige ich euch demnächst. Weiter unten findet ihr meine Check-Liste, was ihr beim Nähcamp alles dabei haben solltet.
 
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Genäht habe ich Größe S, aus schönstem Jaquard "Wave Knit" aus der Hamburger Liebe Botanical Kollektion. Bis auf die Länge habe ich nichts verändert. Um den Mantel zu kürzen und gleichzeitig die Form beizubehalten, habe ich beim Schnittmuster aus der Mitte ein Stück Länge weggenommen. Dazu knickt ihr das Papier horizontal mittig unterhalb der breitesten Stelle um die gewünschten Zentimeter nach hinten um. Den Überstand flach falzen und einfach mit Büroklammern rechts und links fixieren – so kommt man immer wieder auf das Ursprungsschnittmuster zurück. Falls es doch mal wieder länger sein soll. So mag ich Frau Ava sehr gern. Und als wir dann endlich die Fotos im Kasten hatten, konnte ich meinen neuen Mantel auch ins Büro ausführen.

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Da meine Teilnahme an einem weiteren Nähcamp bereits steht und ich mich selbst beim dritten Mal gefragt habe, was ich alles einpacken muss, kommt hier meine Check-Liste, was man fürs Nähcamp alles einpacken sollte – alles kann, nix muss:

Nähmaschine(n)
Netzstecker und Fußpedal sowie sonstiges Zubehör
Stoffe bzw. Material für die Nähprojekte (im besten Fall schon zugeschnitten)

Reißverschluss, Vlieseline, Gummiband etc.
Nähgarn
Nähmaschinennadeln (je nach Nähprojekt)
Stecknadeln und/oder Wonderclips
Nahtauftrenner
Stoffschere, Rollschneider
Schneiderkreide/Markierstift

Textilkleber
Handmaß bzw. Maßband
Schnittmuster
Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdose

Ösen und Ösenwerkzeug
Label zum Auf- bzw. Einnähen, Plotts zum Aufbügeln, Bänder etc. 

Oft sind eine oder zwei zusätzliche Schneidematten, ein weiteres Bügelbett und Bügeleisen hilfreich. Irgendjemand sollte daran denken und es mitbringen. Ansonsten – ach ja – gute Laune und jede Menge Vorfreude auf ein spannendes Wochenende. Und Lutschbonbons gegen mögliche Heiserkeit am Morgen.

Habt ihr auch schon einmal an einem Nähcamp teilgenommen oder habt es vor? Gibt's Ergänzungen für die Check-Liste? Schreibt mir!

Happy Nikolaus gehabt zu haben.
Bine