Dienstag, 22. August 2017

Nähen ⎟ Ein Baby-Set mit Wickeltunterlage (Näh-Anleitung)

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Vor einigen Monaten meldete sich eine gute Freundin mit dem Wunsch nach einer Wickeltunterlage – in schön – für ihren inzwischen geborenen Sohnemann. Plus "Pampersschleuder" aka Feuchttücher-Windeltasche und U-Heft-Hülle. Herausforderungen nehme ich ja gern entgegen, eine Wickelunterlage hatte ich bis dato nämlich noch nicht genäht. Ich nähe ja wirklich viel und gern und stelle mich auch mal komplizierteren Anforderungen. Aber es gibt ja so Phasen, da hat man einfach einen Knoten im Kopf. Da kam mir doch das Angebot meiner Freundin gerade recht, mit einer ausrangierten Wickelunterlage ihres Bruders in den nächsten Stoffladen zu marschieren und sich die Materialien selbst auszusuchen. Yeah, ich musste schon mal nicht den Stoffverbrauch ausrechnen, das hat die nette Dame im Laden übernommen und auch gleich serparat das Material für die "Pampersschleuder" zusammengestellt.

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Nun gut, Maße und Technik musste ich mir dann ja doch noch selbst überlegen. Und was liegt da näher, als gleich alles zu notieren und für euch eine Mini-Anleitung zu basteln? Gedacht, getan. Hier kommt also eine Skizze bzw. zwei Skizzen mit den notwendigen Maßangaben, Längen, Breiten, Abständen und was man sonst noch so zum Nähen der Wickelunterlage benötigt. Zu den Materialien: Sucht euch einen hübschen Baumwollstoff aus und für die Liegefläche vielleicht was Flauschiges wie Frottee, da freuen sich das Baby und Babys Haut. 

Für die Bänder kamen bei mir Baumwoll-Gurtbänder zum Einsatz. Die kurzen Seiten, also die Schnittkanten, habe ich vor dem Annähen mit einem engen Zickzackstich versäubert, so franst nichts aus. Dann werden als erstes die Bänder und die Klettband-Streifen auf den Außenstoff genäht. 

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Für die vier Taschen geht ihr folgendermaßen vor: 
Zuerst werden der Innenstoff der Taschen-Basis (hier uni blau), die große, oben im Bruch  links auf links gefaltete Tasche (hier Apfel-Stoff) und je nach Wunsch noch die kleine Tasche (hier uni blau, ebenfalls im Bruch gefaltet) übereinandergelegt. Darauf kommt rechts auf rechts der Außenstoff der Taschen-Basis (hier Apfel-Stoff). Alle Lagen gut zusammenstecken und oben, außen und unten absteppen. Die lange Seite, die später eingenäht wird, bleibt als Wendeöffnung offen. Nahtzugabe einkürzen, wenden und Ecken ausformen. Die Tasche noch einmal knappkantig rundum absteppen. Das wird mit allen vier Taschen gemacht. Die Anzahl der kleinen Taschen/Fächer könnt ihr natürlich variieren, wie ihr mögt – meine Freundin Eva wollte nur eine.

Die Taschen werden nun auf die Liegefläche (hier grauer Frottee) gelegt und zwar mit der Seite mit den offenen Fächern nach unten. Näht sie einzeln in der Nahtzugabe fest, dann können sie nicht mehr verrutschen. Darauf legt ihr dann den Außenstoff der Wickelunterlage rechts auf rechts, steckt alles gut fest und näht einmal außen herum alles zusammen. Dabei an der unteren kurzen Seite eine Wendeöffnung von ca. 15 cm lassen. Das Ganze wenden, Nahtzugabe auch hier einkürzen und Ecken ausformen. Die Taschen ausklappen und die Wickelfläche rundum knappkantig absteppen, die Wendeöffnung dabei schließen. Ich habe die Wickelunterlage noch einmal füßchenbreit abgesteppt. Das sieht zum einen schön aus, zum anderen werden die Taschen noch einmal gesichert.  

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Viel Spaß beim Nähen! Und wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch gern über die Kommentarfunktion. 

Dienstag, 1. August 2017

Wanddekoration aufhängen ohne zu bohren? Das geht!

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Schere, Cutter, Akkuschrauber, Hammer, Säge, Handschleifer – alles Werkzeuge, mit denen ich weitestgehend umgehen kann. Was in der Liste fehlt, ist die Bohrmaschine. Die sollte man mir besser nicht in die Hand geben, sonst könnte aus einem einfachen Loch in der Wand für ein Bild ein Durchbruch zum Nachbarn werden. Also übertrieben ausgedrückt. Nun kommt erschwerend hinzu, dass manche Wände meiner Wohnung recht porös sind und sich durch die Decken Stahlträger ziehen. Deckenlampen und Wanddekoration sollten also wohl überlegt sein. 

Gut, dass es von tesa Klebenägel für verschiedene Untergründe und Gewichte gibt. Befestigen ohne Bohren und Hämmern – wie für mich gemacht. Neben Klebenägeln für  glatte Flächen wie Fliesen gibt es auch welche für Tapeten und Putz und genau die kamen bei mir zum Einsatz. Raufasertapete in der gesamten Wohnung lässt grüßen. 


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Ein ausrangiertes Holztablett habe ich in eine Magnettafel verwandelt. Dafür benötigt ihr Magnetfarbe bzw. Magnetgrundierung, Tafellack und je nach Bedarf noch Acrylfarbe. Die Fläche meines Tabletts hab ich zuerst in drei dicken Schichten mit der Magnetfarbe gestrichen. Nach 24 Stunden ist die Farbe dann durchgetrocknet und kann weiter bearbeitet werden. Da die Magnetgrundierung bereits schwarz war, kam nur noch eine dünne Schicht Tafellack drauf. Den Rand der Upcycling-Magnettafel habe ich mit Acrylfarbe gestrichen. 

In Sachen Aufhängung musste ich erfinderisch werden, denn das Tablett hat auf der Rückseite keine Kante oder ähnliches, was hätte helfen können. Beim Durchstöbern der Schubladen mit Bastelmaterial sind mir ca. 0,5 cm dicke Holzscheiben in die Hände gefallen. Zwei Scheiben habe ich mit Abstand zueinander und in einer Flucht auf die Rückseite des Tabletts geklebt, dann einen schmalen Streifen SnapPap zugeschnitten und als Schlaufe um eine der beiden Holzscheiben gelegt. Die SnapPap-Schlaufe festkleben – das geht prima mit dem tesa Sekundenkleber. Die zweite Scheibe dient als Abstandhalter zur Wand, damit das Tablett später nicht gekippt an der Wand hängt.


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An einer Wand in der Diele hält mein neues Memoboard nun Einkaufszettel, Fotos & Co. mit Magneten fest oder lässt sich mit Kreide für kurze Notizen beschreiben. Mit dem tesa Klebenagel habe ich die Gefahr gebannt, dass mir beim Bohren der Putz entgegenkommt und ich kann nach Lust und Laune umdekorieren. Denn die Klebenägel sind dank ihrer Befestigung durch Powerstrips rückstandslos wieder ablösbar. Und sie sind auch noch höhenverstellbar – super, falls die Wasserwaage ihren Job nicht gemacht hat oder für die Gestaltung einer ganzen Bilderwand. Nerven und Zeit habe ich damit auch noch gespart, die ich dann lieber in das nächste Kreativ-Projekt investiere. 

Aus Stoff- und Lederresten, etwas Füllwatte und kleinen Scheibenmagneten habe ich dann noch fix Buchstabenmagnete gebastelt. Dafür schneidet ihr aus Stoff oder Leder zwei gleiche Buchstaben aus und legt sie links auf links mit etwas Watte dazwischen aufeinander. Mit der Nähmaschine einmal außen herum absteppen. Je nachdem, wie stark das Material ausfranst, mit einem Zickzack-Stich einfassen. Auf eine Seite klebt ihr nun noch einen Magneten und hübscht damit mit bunten Buchstaben eure Magnettafel auf.  

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Viel Spaß bei eurem nächsten Kreativprojekt!